Annegret Maria Kon

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30.10.1978

in Blieskastel/Saarland geboren

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Ausbildung:
2008

Abschluss als Meisterschülerin bei Prof. Bernd Altenstein

2007
Diplom, mit Auszeichnung bestanden
2002

Bremen, HfK, Studium Freie Kunst, Bildhauerei bei Prof. Bernd Altenstein

und Prof. Fritz Vehring

2001

Kamp-Lintfort, anthroposophisches Studienjahr für Geisteswissenschaft und Kunst

2000
Nürtingen, FKN, Studium Gefäßkeramik
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Einzelausstellung:

2009

AUFWARTUNG, Treuhand Oldenburg

2008

Bremen, Galerie Lonnes

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Ausstellungsbeteiligungen:
2010

Osterholz – Scharmbeck, Kunstverein auf Gut Sandbeck

2009

Bremen, Stephanie Kulturkirche, „unantastbar“

2008

Bremen, Sparkasse „Incocnito“
Oldenburg, Schlossgarten, „Grüne Sofas“
Bremen, Städtische Galerie, „unendlich“
Bremen, Galerie Gavriel, „Vorwand“

2007

Oldenburg, Schlossgarten, „Erz & Erde“
Bremen, Gallerie HfK, „Diplom-Ausstellung“
Bremen, Überseemuseum, „1001Nacht“

2006

Oldenburg, Schlossgarten, „Eseleien & Allzumenschliches“

2005
Bremen, Stephanie Kultur Kirche, „ Paradies“
2004

Sarajevo, Galerie der Akademie, „Alles Bronze“

2003
Bremen, Gerhard-Marcks-Haus, Klassenausstellung
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Arbeitsaufenthalte/Studienreisen
2009

USA, Seattle: Einladung für einen Arbeitsaufenthalt Studio Pottery Northwest mit Workshop bei der Künstlerin Tip Toland

2005
Südafrika, Cape Town: Reiseskizzen
2004
Bosnien, Sarajevo gefördert durch den DAAD
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Berufliche Tätigkeit:

2010
Kursleitung an der „scuola di scultura di peccia“, Schweiz und der Sommerakademie Marburg
2009
Kursleitung an der „scuola di scultura di peccia”, Schweiz
2008
Steinbildhauersymposion der HfK Alumni im Marmorsteinbruch/Untersberg, Salzburg
2005
Organisation des Workshops „Contemporary African Art And The West“
an der HfK , Bremen

ANNEGRET MARIA KON hat die Gestalt des Menschen in den Mittelpunkt ihrer Arbeit gestellt und damit ein Thema, das die Betrachter zu allen Zeiten fasziniert hat. Ihre farbig gefassten Figuren und Halbreliefs gehören zu einer Art Bestandsaufnahme über den Menschen heute. Eine Mutter mit Kind, ein Teenager, ein dunkelhäutiger Mann, Hände in den Jeans, eine lässig mit verschränkten Armen stehende Frau im blauen Kleid - wir kennen solche Zeit­ genossen, kennen sie als Typen, in ihrer Körperhaltung und ihren Gesten, wir ahnen ihre Eigenheiten. Physiognomie, Kleidung, Frisur und Accessoires sind herausgearbeitet, die Bemalung mit keramischer Farbe betont das individuelle. Diese stattlichen Figuren erobern, frei im Raum stehend, unsere Aufmerksamkeit durch ihre Präsenz und Nähe. Sie irritieren gleichzeitig aber auch durch Distanz, weil ihre leichte Unterlebensgröße sie perspektivisch entrückt erscheinen lässt. Sie geben dem Betrachter den Blick zurück - samt der Frage nach unserer Befindlichkeit und unserer Stellung in der Welt. Annegret Kon ist als Meisterschülerin von Bernd Altenstein eine der ganz jungen Vertreterinnen der Bremer Bildhauerschule. Sie setzt auf den Werkstoff Ton, weil sie damit spontaner und unmittelbarer arbeiten kann als zum Beispiel mit Bronze. Sie baut die Figuren hohl auf, die Oberflächen schleift sie nicht glatt, sondern belebt sie durch die Arbeitsspuren und macht sie damit zum Ausdrucksträger. In einer Zeit der Allgegenwart zweidimensionaler Bilder sind Gestalten wie diese eine Herausforderung. Durch das plastische Gegenüber werden alle Sin­ne des Menschen angesprochen, ästhetische Erfahrung sozusagen geerdet. Nicht ohne Grund beruft sich Annegret Kon gern auf einen Satz der Künstlerin Milly Stegers [1881-1948), die Plastik sei das Form gewordene Körpergefühl des Menschen. R-M