Aus dem Figürlichen kommend, immer mehr abstrahierend, bis keine gegenständliche Anmutung mehr stört, entstanden die hier zu sehenden Bilder. Christine Colditz verwendet das traditionelle Tafelbild, das sie teilweise auch zu Diptychen oder Triptychen zusammen setzt.
Farbintensive, vehemente Kompositionen ohne gegenständliche, wieder erkennbare Formen und Inhalte, jetzt aber zu verstehen nach meiner langen Vorrede als stringente Entwicklung der Künstlerin.
Gesten und Verdichtungen, und vor allem Bewegung, wichtig in den Zeichnungen, sind auch hier von Bedeutung. Mulde, Höhle, Hügel und Tal des Körpers sind auf die Natur übertragen. Demzufolge spielt auch der Schatten eine Rolle, spannungsvolle Helligkeit und Dunkelheit, raffiniert ausgewogene Komplementärkontraste.